Das Erbe des IMHOTEP
SAKKARA
Das Spiel der Steine
Das Erbe des IMHOTEP
SAKKARA
Das Spiel der Steine
Wie sie in den Schatten der Baustellen von Sakkara erzählt wurde.
In der Zeit, als Ägypten noch jung war und der Nil jedes Jahr neues Leben über das Land brachte, herrschte der Pharao Djoser über das Reich. Er wünschte sich ein Grabmal, das größer und dauerhafter sein sollte als alle Gräber vor ihm. Kein gewöhnliches Haus aus Lehm sollte ihn aufnehmen, sondern ein Bauwerk aus Stein, das die Ewigkeit überdauern konnte. Für diese Aufgabe wählte er seinen klügsten Diener – Imhotep.
Imhotep war kein Krieger und kein Fürst. Doch er verstand Dinge, die andere nicht sahen: Linien im Sand, die zu Mauern werden konnten, und Steine, die sich zu Bergen stapeln ließen. Tag für Tag stand er auf der großen Baustelle von Sakkara und beobachtete die Arbeiter. Manche schleppten Steine aus den Brüchen.
Andere setzten sie aufeinander. Und wieder andere sorgten dafür, dass alles in der richtigen Ordnung geschah. Doch der Bau war schwierig. Jeder Stein musste an die richtige Stelle gelangen. Und jeder Fehler konnte den ganzen Bau gefährden.
Eines Tages erschien ein Fremder auf der Baustelle.
Sein Gewand war vom Staub der Wüste bedeckt, und niemand wusste, aus welchem Land er kam.
Die Arbeiter nannten ihn Gamol.
Gamol setzte sich auf einen Steinblock und beobachtete lange das Treiben der Bauleute. Er sah, wie Arbeiter Steine brachten, wie sie sie stapelten und wie Imhotep über alles wachte. Schließlich nahm Gamol einige kleine Steine vom Boden und begann, sie auf ein flaches Brett zu legen. Er ordnete sie zu einem kleinen Quadrat, setzte neue Steine darauf und ließ daraus eine kleine Stufenform entstehen.
Imhotep bemerkte das und trat näher.
„Was tust du dort?“, fragte er.
Gamol antwortete ruhig: „Ich baue eine Pyramide – nur kleiner.“
Imhotep lächelte. „Eine Pyramide ist kein Spiel.“
Gamol sah zu den Arbeitern hinüber, die unablässig Steine bewegten.
Dann sagte er: „Vielleicht nicht. Aber jeder große Bau beginnt mit einer Ordnung aus kleinen Steinen.“
Imhotep betrachtete das kleine Modell aus Steinen. Er sah, wie sich aus einer flachen Fläche Schicht um Schicht eine Form erhob – genau wie bei seinem großen Bau. Da verstand er, dass selbst die größte Pyramide aus vielen kleinen Entscheidungen entsteht. Von diesem Tag an beobachtete Imhotep seine Baustelle noch genauer. Er sah nicht nur die Steine, sondern auch die Bewegung der Arbeiter, das Zusammenspiel der Hände und die Geduld des Bauens.
Und die Menschen erzählten später, dass manchmal, wenn die Sonne über Sakkara unterging, zwei Männer zwischen den Steinen standen:
der große Baumeister Imhotep
und der Wanderer Gamol.
Der eine dachte an Bauwerke für die Ewigkeit. Der andere dachte an Spiele, die die Menschen daran erinnern sollten, dass selbst die größten Werke aus vielen kleinen Zügen entstehen.
Und so sagen die Alten noch heute:
Wer eine Pyramide baut –
oder ein gutes Spiel spielt –
muss zuerst lernen, Stein für Stein zu denken.
Möge der Geist Imhoteps dir den Weg weisen!
Spielmaterial:
1 Spielbrett
Mittlerer Bereich (8x8 Felder): Grundriss der Pyramide
Außenbereich:
Baustellenbereiche (je Seite 4 Arbeitsplätze)
Arbeitsplätze (ein 4x4-Feld)
1 Würfel mit 6 Augen
16 Spielfiguren/Arbeiter (4 x 4 Farben)
40 Karten (4 x 10 Anweisungen)
120 Bausteine (4 Farben, je 30 Steine)
4 Pyramiden-Spitzen
Ziel des Spiels: Jeder Spieler versucht, seine Pyramidenfläche (20 sichtbare Steine) so schnell wie möglich fertigzustellen und eine Spitze aufzusetzen. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Es wird bis zum Ende gespielt, um auch den Verlierer zu ermitteln.
Spielbeginn:
Das Spielbrett ist zu Beginn leer, nur die Baustellenecken sind mit den Pyramiden-Spitzen bestückt.
Steine und Arbeiter liegen bereit (im Steinbruch).
Der Startspieler wird ausgelost, danach wird im Uhrzeigersinn gespielt.
Jeder würfelt einmal pro Runde.
Alle 40 Karten werden gemischt und verdeckt auf einen Stapel gelegt (verdeckter Stapel). Die vier obersten Karten werden aufgedeckt und aufeinander, neben den verdeckten Stapel gelegt (Ablagestapel).
Mindestens eine der gewürfelten Aktionen oder Anweisungen muss ausgeführt werden; es besteht Zugpflicht. Sollte überhaupt kein Zug möglich sein, so verfehlt der Zug und der nächste Spieler ist dran.
Spielablauf:
Der Startspieler beginnt und würfelt:
1–4 Augen:
Option 1: 1–4 Steine aus dem Steinbruch auf Arbeitsplätze setzen, auf denen noch kein Arbeiter steht (egal, welche Farbe oder Baustelle, max. 4 Steine pro Arbeitsplatz).
Besonderheit: Ist der Steinbruch leer, können Steine von beliebigen gegnerischen Baustellen genommen werden und auf Arbeitsplätze setzen, auf denen noch kein Arbeiter steht (egal, welche Farbe oder Baustelle, max. 4 Steine pro Arbeitsplatz).
Option 2: 1–4 Steine von Arbeitsplätzen der eigenen Baustelle, die durch einen Arbeiter belegt sind, in die Pyramide einbauen.
Option 3: Ein Arbeiter einer beliebigen Farbe von der eigenen Baustelle oder ein Arbeiter der eigenen Farbe, der an einer beliebigen Baustelle platziert ist, kann 1–4 Felder bewegt werden.
5-6 Augen:
Option 1: Einen Arbeiter vom Markt holen und vor einem freien Arbeitsplatz platzieren (egal, zu welcher Baustelle der Platz gehört).
Option 2: Einen Arbeiter kündigen (entfernen von der eigenen Baustelle)
Option 3: Eine verdeckte Karte aufdecken und ausführen; anschließend offen auf den Ablagestapel legen.
Beachte: Wenn alle Karten aufgedeckt sind, werden alle 40 Karten neu gemischt und wie zum Beginn, neu aufgestellt!
Option 4: Die Anweisung der obersten Karte auf dem Ablagestapel ausführen und diese Karte danach offen unter der Ablagestapel legen.
Der Pyramidenbau:
· Die Pyramide wird schichtweise gebaut. Erst wenn jemand die Schicht seine Farbe vollständig aufgefüllt hat, kann mit dem Bau des nächsten beginnen.
Beachte: nur die sichtbaren Steine der fertigen Pyramide werden gezählt!
Die Spitze aufsetzen:
Hat ein Spieler seine Seite der Pyramide vollständig aufgebaut (20 sichtbare Steine), kann er in der nächsten Runde eine Spitze aufsetzen, sofern er einen 5-er oder 6-er würfelt.
Jeder darf nur eine Spitze aufsetzen. . Die Wertung für die erste aufgesetzte Spitze beträgt 10 Punkte, für die zweite 6 Punkte, für die dritte 3 Punkte und für die letzte 1 Punkt.
Das Spiel endet, wenn alle 4 Spitzen aufgesetzt sind.
Punktewertung:
Punkte für das Aufsetzen der Spitzen:
1. ⇾ 10 Punkte
2. ⇾ 6 Punkte
3. ⇾ 3 Punkte
4. ⇾ 1 Punkt
Es werden alle sichtbaren Steine gezählt: Jeder Stein in der eigenen Farbe zählt 1 Punkt, unabhängig davon, auf welcher Seite er eingebaut ist.
Gewinner: Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel. Es sind insgesamt 84 Punkte zu vergeben.
Spiel zu dritt:
Eine ausgeloste Farbe (Seite) ist nur passiv dabei. Seine Seite, Steine und Arbeiter können von anderen Spielern nach den obigen Regeln benutzt werden.
Spiel zu zweit:
Jeder der Spieler spielt mit zwei ausgelosten Farben (Seiten).
Um das Spiel zu beschleunigen, kann auch ein zweiter Würfel ins Spiel genommen werden, um jeweils ein Doppelzug auszuführen. Welcher der gewürfelten Augenzahl zuerst gespielt wird, kann frei entschieden werden.
eMGe-Spiele
Es geht so:
Sie teilen uns kurz per E-Mail mit, wie viele Einheiten von welchem Spiel Sie haben möchten
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Altersempfehlung: 9-99 Jahre
Spielerzahl: 2-4
Spieldauer: 50-70 min
Maße: 350x350x125 mm
Sprache: deutsch/english/magyar
Erscheinungsdatum: 11.2024
Warnhinweis: Achtung! Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren. Erstickungsgefahr durch verschluckbare Kleinteile